Fröhlichkeit

Fröhlichkeit

 

Heute hatte ich besuch von der Trauer.
Sie hat heute ein ganz besonderes Geschenk mitgebracht.
Sie hat Festlichkeiten, der fröhlichen Art mit genommen.


Mitten in dieser Trauer, Menschen um dich zu haben die fröhlich sind, die ausgelassen lachen und schnattern.




Mitten in dieser heiteren Stimmung zu sein, löst ein unsägliches Gefühl des allein seins aus. Eine erdrückende Einsamkeit nimmt den Platz im Herzen ein. Nicht nur im Herz, nein im ganzen Körper. In jeder Faser meines Daseins.


Ein Gefühl von schwere, als müsste sich nächstens der Boden auftun, dass du dich mit deiner Trauer verabschieden kannst.
Weg, nur weg von Fröhlichkeit und Ausgelassenheit.
Dein fröhliches Gegenüber löst ihn dir ein aufgesetztes Lachen aus.
Ein Schmunzel. Die Lippen verziehen die Mundwinkel ungewollt, unkontrolliert nach oben.
Ja, die Kontrolle... Sie ist gleich zur Stelle....


Fröhlich sein, wie kann man in der Trauer fröhlich sein? Wie kann man sich erlauben ein Lachen auf zusetzten. Den Mundwinkeln ihren freien Lauf zu lassen. Schäme dich, so etwas geht gar nicht. Wie kannst du dich getrauen, in deiner Situation Fröhlichkeit zu zeigen? Du hast einen geliebten Menschen verloren und alle sehen dir zu wie du fröhlich bist.


Du siehst dir am meisten zu. Du hast kein recht dazu, denn du bist doch traurig.
Du stehst da und hast das Gefühl jeder zeigt mit dem Finger auf dich. So wie damals in der Schule, wenn alle dich auslachen.


Du schämst dich. Du schämst dich so, als würdest du am liebsten selbst tod umfallen.
Und du erkennst deine Tage der Fröhlichkeit sind noch nicht bereit für dich. Nicht jetzt, irgendwann einmal, wann immer das sein wird.


Danke Trauer, dass du mir die Zeit gibst, dich in mir zu spüren, bis du, wann immer das sein wird, deinen Platz mit etwas Fröhlichkeit teilen magst.


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