Die gesellschaftliche Norm

Ich hatte heute eine besondere Art Besuch von der Trauer

 

Die gesellschaftliche Norm des Menschen

 

Traurig, dass der Mensch heute nicht mehr wahrgenommen wird als Mensch.

Als Mensch mit Reife und Erfahrungswerten.

 

Traurig, wenn du dich bei einem Amt vorstellst und du zuallererst gefragt wirst welche Ausbildungen du vorzeigen kannst und welcher Vereinigung du angehörst. Der Mensch    

                                                                                           wird reduziert auf das, was er hat und

                                                                                 nicht auf das, was er ist.

 

Traurig, dass Lebenserfahrungen nichts mehr gelten.

Menschen mit anerkannter Bildung, die Überforderung an den Tag legen und dies wird von der öffentlichen Hand finanziell gestützt.

 

Traurig, dass nicht mehr zugehört wird, welche Lebensreife der Mensch mitbringt.

Er wird reduziert auf die schulischen Leistungen.

 

Traurig, dass Rechtschreibfehler mehr gelten als der Inhalt eines Textes.

Professionalität ist gross geschrieben, jedoch nicht Individualität und Empathie.

 

Traurig, dass Ausbildungen die nicht „anerkannt“ sind, belächelt werden.

Zudem noch aus eigener Tasche finanziert werden.

Jedoch staatlich subventionierte Hochschulen, mit gleichem Inhalt des Lehrstoffes, das non plus ultra sind.

 

Traurig, dass Buchwissen solch einen Stellenwert geniesst und das innere Wissen auf der Strecke bleibt.

 

Nun das ist heute die Norm.

Und wir tragen die Norm mit, weil wir uns für diese Norm verbiegen, um das vorzuweisen was verlangt wird.

 

Und wir tragen die Norm mit, weil es „günstiger“ ist, dies finanzieren zu lassen.

Und wir tragen die Norm mit, dass wir uns keine Blösse geben müssen, unwissend dazustehen.

Und wir tragen diese Norm mit, weil es bequemer ist mit dem Strom zu schwimmen, als als ein Einzelkämpfer zu rudern.

 

So traurig auf was die Menschheit sich reduzieren lässt und sich selbst reduziert.

Wie weit macht der Mensch hier selbst mit.

 

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